Lettland
Reif für die Stille?!
Eine 7-tägige Geländewagenreise für anspruchsvolle Offroader
Wie unsere anderen Reisen auch, für serienmäßige Fahrzeuge
konzipiert, jedoch sind MT Reifen und Bergegurt erforderlich.
Hier entdecken wir die stille und unberührte Natur. Tiefe
Wälder, unzählige Seen und Flüsse, Sümpfe, Meer und weite
Landschaften. Wege die keine Wege mehr sind und Flussdurchfahrten machen die Tour zum echten Abenteuer.
Ansonsten steht Sicherheit ganz groß. Exakte Roadbooks,
detaillierte Karten GPS-Koordinaten und die aktuelle Route aufs
GPS überspielt machen ein Verfahren schier unmöglich. Ein
Begleitfahrzeug am Ende hilft beim Weiterkommen. Auch so ist
Lettland ein westlich orientiertes Land, ohne Mafia und
Militärwillkür an allen Ecken (wie oftmals fälschlich erwartet)
Auch die Anreise durch Polen und Litauen ist unproblematisch Auf
Wunsch wird aber auch eine Fährüberfahrt Deutschland-Lettland
(über LIT) gebucht. Wir starten unsere Touren vom RADI Camp bei Saldus. Malerisch an einem großen See gelegen, bieten es neben
modernen Zimmern und wirklich guten Essen, Wassersport und Sauna
eine hauseigene Offroad-Teststrecke. Die Tagesetappen, die sich
je nach Witterung und Bodenbeschaffenheit auch mal bis in die
Nacht ausdehnen können führen uns auch durch große ehemalige
Militärpolygone. Nicht umsonst soll jedes Team eine Axt besser
noch eine Motorsäge mitführen. Geht nicht – gibt’s nicht und wo
ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Nie lebten wir diese
Weisheiten so wie auf den abenteuerlichen Touren durch die
Wälder und Sümpfe Lettlands. Auf den schnellen sandigen
Wellblechpisten darf man nicht vergessen, dass es auch in den
locker besiedelten Weiten Lettlands Gegenverkehr geben kann.
Groß war der Schreck als in einer Kurve ein stählernes Ungetüm
in Form eines ballonbereiften 6x6 Kamaz den Weg versperrte. Die
Begeisterung des Offroaders siegte schnell über den Schock.
Obwohl auf Wunsch gern Wettbewerbselemente in den Tourverlauf
eingefügt werden, ist es vor allem der Teamgeist, der während der
Tour entsteht und das gemeinsame "Durchkommen" als Tageswerk so
wortreich umschreiben lässt. Dieses Erlebnisgefühl ergibt sich
jeden Tag aufs Neue, ob bei der schwankenden Fahrt auf schmalen
Knüppeldämmen oder wenn das Roadbook unmissverständlich sagt,
dass nach dem Schilfgürtel der Fluss durchquert werden soll, der
so aussieht, als sei er für Lastenkähne schiffbar. Wenn das GPS
den Weg genau dahin zeigt, wo sich ein dichter Nadelwald
erstreckt, dann geht es in Schlangenlinie durch den Hochwald und
nicht, wie nach Deutschen Waldgesetz in weiten Bogen drum herum.
Den Wald stört das am allerwenigsten und für den Offroader ist
es Fahrvergnügen pur. Auch wenn es bisher zu keinen
nennenswerten Schäden an den Fahrzeugen kam, abgesehen von etwas
verzogenen Spurstangen und einer Beule in der Heckstoßstange
eines Discovery, so ist diese Tour nicht für SUVs konzipiert.
Sorry, aber SUV-Eigner bitte auf den Seiten Alpentour, Kroatien
& Slowenien, Albanien nach der passenden Reise suchen. Danke.
Als Organisatoren der Radi Trophy, ähnlich der
deutsch/tschechischen Wolpertinger-Trophy, haben unsere
lettischen Freunde auch etwas Passendes parat, wenn einzelne
Gäste ganz extreme Herausforderungen suchen. Der "normale"
Tourverlauf ist aber so gehalten, dass wir mit unseren
Fahrzeugen problemlos auch den Rückweg nach Good Old Germany auf
den eigenen Rädern absolvieren können.
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